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Pressemitteilungen 2006

PRESSEMITTEILUNG 8. Dezember 2006

Bürgertäuschung statt Bürgerbefragung
Echte Streitfragen werden in Bürgerbefragung nicht behandelt

Die Die Potsdamer Bündnisgrünen haben in ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag den Inhalt der Bürgerbefragung zum Landtagsneubau scharf kritisiert. Die Kritik richtet sich vor allem auf den Umstand, dass keine Fragen zu den tatsächlichen Streitpunkten gestellt werden. "In der entscheidenden Frage hilft die Befragung nicht weiter, weil sie die tatsächlichen Konflikte nicht aufgreift", heißt es im Beschluss der Versammlung. Jürgen Stelter, Kreisvorsitzender der Potsdamer Bündnisgrünen, ergänzt:
"Die Bürgerbefragung unterstellt, dass die Antwortmöglichkeiten auf dem Zettel auch echte Alternativen in der Realität sind. Ein Landtagsbau am Ufer der Alten Fahrt oder in der Speicherstadt ist wohl ausgeschlossen. Es handelt sich also viel mehr um eine Bürgertäuschung als um eine Bürgerbefragung."

Jürgen Stelter übt auch Kritik am vermeintlichen Hintergrund der Bürgerbefragung: "Es ist offensichtlich, dass der PDS ermöglicht werden soll, ohne größeren Gesichtsverlust einem Landtagsneubau am Alten Markt zuzustimmen. Dies soll dann der Beginn einer rot-roten Koalition in Potsdam sein. 80.000 Euro für einen Koalitionswechsel auszugeben, ist reine Geldverschwendung. Angesichts der Weigerung seitens der in dieser Sache federführenden PDS, auch die eigentliche Streitfrage Baugrenze vs. Baulinie von den Bürgern beantworten zu lassen, muss sich Herr Scharfenberg fragen lassen: Welche Demokratie meint er, wenn die Bürger nur pro forma gefragt werden und man schon weiß, welche Antwort man haben möchte?"

Die Bündnisgrünen haben sich darüber hinaus in ihrer Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, weiterhin einen Landtagsneubau nur in den äußeren Um- und Aufrissen des ehemaligen Stadtschlosses zuzulassen. Die fehlende Möglichkeit einer solchen Stellungnahme in der Bürgerbefragung sehen sie als erheblichen Mangel in der Befragung. Jürgen Stelter: "Wir empfehlen den Potsdamerinnen und Potsdamern dennoch, für die Variante 'Stadtschloss-Grundstück' zu stimmen und sichern zu, uns weiterhin vehement dafür einzusetzen, dass es nicht noch mehr Schuhkarton-Architektur in der Stadtmitte geben wird."


PRESSEMITTEILUNG 17. Oktober 2006

Bündnisgrüne diskutieren über Förderprogramme gegen Rechtsextremismus
"Offene Mitgliederversammlung zu Auslaufen der Civitas- und Entimon-Programme

Die Bündnisgrünen laden alle Interessierten herzlich zu Ihrer nächsten Mitgliederversammlung ein. Diese findet am Donnerstag, den 19. Oktober, ab 19.30 Uhr im Haus der Jugend in der Schulstraße 9 statt.

Schwerpunkt der Mitgliederversammlung ist die von der Bundesregierung geplante Neuausrichtung der Förderprogramme gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Dabei soll über die bisherigen Erfahrungen mit dem Einsatz gegen Rechtsextremismus in Brandenburg und Potsdam berichtet werden. Besonders die Bedeutung der jetzt auslaufenden Programme Civitas und Entimon wird hierbei erörtert.

Eingeladen sind Alfred Roos, Leiter der Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Brandenburg (RAA), und Wolfgang Hadlich, Büroleiter des Potsdamer Oberbürgermeisters. Beide Referenten werden auch auf die möglichen Folgen der Neuausrichtung der entsprechenden Förderprogramme eingehen.

Ein besonderes Interesse gilt der Tatsache, dass wahrscheinlich nur noch Kommunen Förderanträge stellen können. Welche Folgen kann dies haben? Stehen einige Projekte deshalb vor einer ungewissen Zukunft? Hat die Stadt Potsdam hierzu bereits erste Vorstellungen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Abends.

Anschließend soll zusätzlich auf das Engagement der Stadt Potsdam bei Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus, unter anderem hinsichtlich der Planungen für den "Tag der Demokraten" am 18.11. in Halbe, eingegangen werden.


PRESSEMITTEILUNG 16. Oktober 2006

Buchvorstellung mit Hans-Josef Fell MdB
"Chance Energiekrise - Der solare Ausweg aus der fossil-atomaren Sackgasse"

Zeit: Mittwoch, 18. Oktober 2006, 20.00 Uhr
Ort: Wist Der Literaturladen, Dortustr.17, 14467 Potsdam

Am Mittwoch, dem 18. Oktober, stellt Mitautor und Herausgeber Hans-Josef Fell das kürzlich erschienene Buch "Chance Energiekrise" erstmals dem Potsdamer Publikum vor. Hierzu lädt der Potsdamer Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Täglich neue Meldungen über Konflikte um Erdöl, Erdgas und Atomkraft, über Klimakatastrophen und hohe Energiepreise: Die Energiekrise findet längst statt. Welche wirtschaftlichen Chancen diese Situation bietet, zeigt das Buch auf, indem erstmals gemeinsam dreizehn Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler Wege aus der Krise weisen.

Die Autoren legen Strategien vor, wie die Energiefrage bereits vor der vollständigen Erschöpfung der Erdölressourcen nachhaltig gelöst werden kann. Sie liefern eine schonungslose Analyse der dramatischen Folgen des Verbrauchs fossiler und atomarer Ressourcen und stellen diesen unkalkulierbaren Risiken eine hundertprozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien gegenüber. Zugrunde liegt die Forderung nach einem grundsätzlichen Stopp aller klimaschädlichen Emissionen und der Übergang zu einer umweltfreundlichen Energiewirtschaft.

Laut Hans-Josef Fell ist dieses Ziel schneller als bisher vermutet erreichbar. Weder die Atomenergie noch unwirtschaftliche so genannte Kohlendioxid - freie Kohlekraftwerke werden dafür benötigt.

Hans-Josef Fell ist nicht nur einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, sondern auch der Gründer der ersten Betreibergemeinschaft für Solarstrom in Deutschland.

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.


PRESSEMITTEILUNG 28. September 2006

FAIR PLAY - Für ein weltoffenes Potsdam
Fußballturnier auf dem Sportplatz der Karl-Förster Grundschule

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nach der stimmungsvollen Fußball WM, bei der die Welt zu Gast bei Freunden war, werden wir bereits zum 3. Mal ein Fußballturnier durchführen. Das Turnier findet im Rahmen der Interkulturellen Woche am Freitag , den 29.9. 06 von 15 bis 19 Uhr auf dem Sportplatz der Karl-Förster Grundschule in der Kirschallee in Potsdam statt.

Die Kreisvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen CLAUDIA BRADE dazu:
Der interkulturelle Dialog bei Sport und Spiel wird durch dieses Ereignis in Potsdam erneut belebt. Potsdamer junge Frauen und Männer, sowie Jugendliche aus Lateinamerika, Asylbewerber und Flüchtlinge spielen um den Pokal für ein weltoffenes Potsdam. Das inzwischen traditionelle Turnier ist nun ein fester Bestandteil der Interkulturellen Woche geworden.

Das Turnier endet um 19 Uhr mit einer Preisverleihung und der Überreichung der Urkunden. Angemeldet haben sich 8 Fußballmannschaften aus Schulen, Jugend- und Freizeiteinrichtungen und von Parteien in Potsdam und Umgebung, die in den sportlichen Wettbewerb treten möchten. Eröffnet und begleitet wird das Turnier von der Ausländerbeauftragten der Landeshauptstadt Potsdam, Magdolna Grasnick.

Wir bedanken uns bei der Direktorin und dem Hausmeister der Karl-Förster Grundschule, bei den Sportfreunden der Potsdamer Kickers und allen Sponsoren die das Fußballturnier ermöglichen.


PRESSEMITTEILUNG 27. September 2006

Grüne: Absperrung der Freundschaftsinsel ist nicht die beste Lösung

Die Kreisvorsitzende der Potsdamer Bündnisgrünen, Claudia Brade, kritisierte die geplante Absperrung der Freundschaftsinsel als "nicht zu Ende gedacht". Brade bezweifelte die Notwendigkeit, die Zugänge von der Langen Brücke mit Bauzäunen besonders in der kalten Jahreszeit abzusperren.
"In kalten Nächten wird es ohnehin weniger Vandalismus geben. Ein unschönes Provisorium am Eingang der Stadt ist völlig unangemessen. Ich vermute, dass die Bauverwaltung den Rückgang des Vandalismus der neuen Einzäunung zuschreiben möchte, um so eine dauerhafte Absperrung zu rechtfertigen."
Skeptisch zeigte sich Brade auch hinsichtlich des Nutzens. "Ob die Kosten für Herstellung und Wartung der Tore und für das Personal zum Schließen und Öffnen der Absperrungen wirklich die Vandalismusschäden unterschreiten, erscheint mir zweifelhaft."

Positiv bewerteten die Bündnisgrünen den geplanten Einsatz von Streetworkern. Claudia Brade äußerte Unverständnis, warum dies nicht konsequent als erster Weg zur Eindämmung des Vandalismus gewählt wurde: "Eine Vertreibung der zumeist jungen Menschen an andere Orte wird insgesamt nichts helfen. Stattdessen müsste stärker auf die Jugendlichen zugegangen werden. Hier zeigt sich wie so oft: Investitionen in die Jugend hilft mehr als Investitionen in Stahl und Beton!"
Zudem kritisierte Brade die Stadtverwaltung, keine Alternativen für die nun versperrte Freifläche geboten zu haben. "Die Liegewiese wurde im Sommer auch häufig bis spät in die Nacht von Jugendlichen genutzt - ohne Konsumzwang und ohne größere Belästigung von Anwohnern. Wo die Jugendlichen ab dem nächsten Sommer hingehen sollen, ist nicht geklärt."


PRESSEMITTEILUNG 27. September 2006

Bündnisgrüne laden zu offener Mitgliederversammlung ein
Schwerpunkte Uferwege und Bericht aus der Fraktion

Die Bündnisgrünen laden alle Interessierten herzlich zu Ihrer nächsten Mitgliederversammlung ein. Diese findet am Donnerstag, den 28. September, ab 19.30 Uhr in der Geschäftsstelle der Bündnisgrünen in der Jägerstraße 18 statt.

Ein Schwerpunkt der Mitgliederversammlung wird die aktuelle Entwicklung rund um die Uferwege in Groß Glienicke und am Griebnitzsee sein. Hierzu ist eine Vertreterin der Bürgerinitiative "Griebnitzsee für alle" eingeladen, aus Groß Glienicke berichtet Andreas Menzel, bündnisgrüner Vertreter im dortigen Ortsbeirat.

Anschließend wird der Vorsitzende der Stadtfraktion, Peter Schüler, über die Arbeit der Fraktion berichten und einen kleinen Ausblick über die künftig zu beratenden Themen in der Stadtverordnetenversammlung geben. In diesem Zusammenhang soll es auch eine Diskussion zur Schülerfahrtkostenerstattung geben.


PRESSEMITTEILUNG 13. September 2006

Offener Brief an Oberbürgermeister Jann Jakobs
Grüne kritisieren andauernde Untätigkeit in Groß Glienicke

In einem offenen Brief haben die Potsdamer Grünen Oberbürgermeister Jann Jakobs "fortdauernde Untätigkeit" im Streit um den Uferweg in Groß Glienicke vorgeworfen. Sie forderten Jakobs auf, "endlich die aktive Umsetzung des Bebauungsplanes für den Bereich am Groß Glienicker See in Angriff zu nehmen". Nur dann könnte die festgeschriebene öffentliche Zugänglichkeit des Seeufers auch gesichert werden.

Seit geraumer Zeit sperren Eigentümer von Grundstücken mit Hilfe von Zäunen und Hecken Uferbereiche ab, um sie privat nutzen zu können. Dieser Praxis steht jedoch ein gültiger Bebauungsplan gegenüber. Bereits im Mai dieses Jahres hatten die Bündnisgrünen den Oberbürgermeister zu einem Besichtigungstermin vor Ort eingeladen. Dort versprach er, sich umgehend der Problematik anzunehmen. Angeblich standen damals schon Termine für entsprechende Maßnahmen unmittelbar bevor.

In einer Anfrage wollte der Vorsitzende der Grünen-Stadtfraktion, Peter Schüler, kürzlich den aktuellen Umsetzungsstand erfahren. In der Antwort teilte der Oberbürgermeister mit, dass "aufgrund von Fristsatznachlass der Bevollmächtigung wegen Urlaubszeit" noch keine Ordnungsverfügungen ergangen sind.

Der Kreisvorsitzende, Jürgen Stelter, sagte dazu: "Wir sind entsetzt. Gerade angesichts der Vorgänge am Griebnitzsee ist diese Untätigkeit nicht nachzuvollziehen. In letzter Zeit wurden neue Begrenzungen geschaffen, mit schwerem Baugerät private Strandabschnitte errichtet und mit Holzschutzmitteln getränkte Pfähle im See verbaut. Wenn der Oberbürgermeister tatenlos zusieht, gehen die Eigentümer davon aus, der Stadtverwaltung weiter auf der Nase herumtanzen zu können. Zudem läuft die Stadt Gefahr, zukünftig das Recht auf Beseitigung der illegalen Baumaßnahmen zu verlieren, wenn sie den Status quo durch Nichtstun akzeptiert."

Vom Oberbürgermeister fordern die Grünen jetzt, unverzüglich tätig zu werden. "Herr Jakobs soll in Zukunft nicht nur dann Tatkraft behaupten, wenn der Fokus der Öffentlichkeit auf ein Thema gerichtet ist, sondern sich auch in Abwesenheit von Kameras und Schreibblöcken um die Belange der Postdamer und Potsdamerinnen kümmern!"


PRESSEMITTEILUNG 25. August 2006

Noch eine Woche öffentliche Beteiligung zum B-Plan Griebnitzseeufer
Grüne rufen zu breiter Beteiligung auf

Noch bis zum kommenden Freitag liegt der Bebauungsplan Nr. 8 "Griebnitzsee" zur Einsichtnahme in der Stadtverwaltung aus. Darauf weisen die Bündnisgrünen noch einmal hin und rufen die Potsdamer gleichzeitig dazu auf, ihre Wünsche zur Gestaltung des Areals zu äußern. Insbesondere die Bebauung und die öffentliche Zugänglichkeit des Ufers sind inhaltliche Punkte, bei denen noch kein breiter Konsens gefunden wurde. Die breite Artikulation der öffentlichen Meinung kann daher einen endgültigen Beschluss noch beeinflussen.

Der Kreisvorsitzende der Potsdamer Bündnisgrünen, Jürgen Stelter, wies in diesem Zusammenhang auch auf die Entwicklung Potsdams zu einer Bürgerkommune hin: "Eine große Teilnahme an Bürgerbeteiligungsverfahren signalisiert der Politik auch eine Bereitschaft der Bürger, mehr Verantwortung zu übernehmen. Außerhalb von Wahlen sind dies Möglichkeiten, Demokratie aktiv mitzugestalten."

Die Grünen signalisierten erneut grundsätzliche Zustimmung zum Beschluss eines B-Plans für die Uferregion am Griebnitzsee, kritisierten aber erneut die großzügige Genehmigung von Bootshäusern. Jürgen Stelter dazu: "Wir möchten uns einem tragfähigen Kompromiss mit den Anwohnern nicht versperren. Die Anzahl der Bootshäuser mit unbegrenzter Höhe, unnötig großer Grundfläche und der Möglichkeit, die freie Zugänglichkeit zur Uferlinie zu beeinträchtigen, sind für uns nicht akzeptabel. Darüber hinaus darf es kein Radfahrverbot am Uferweg geben. Die derzeitige Lösung, die eine rücksichtsvolle Fahrweise gestattet und die Fortführung des Mauerradweges ermöglicht, ist für uns ein denkbarer Kompromiss."

Zur Information die Ankündigung des Beteiligungsverfahren durch die Stadt Potsdam:

"In der Zeit vom 24.07. bis einschließlich 01.09.2006 findet die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 8 "Griebnitzsee" der Landeshauptstadt Potsdam statt. Interessierte Bürger können montags bis donnerstags von 7.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 07.00 bis 14.00 Uhr die Planunterlagen im Bereich Verbindliche Bauleitplanung, Haus 1, Hegelallee 6 - 10, 8. Etage einsehen.
Informationen erhalten Sie Dienstags von 09.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 18.00 Uhr in Zimmer 825 oder unter der Telefonnummer 289-2527."

Weitere Infos: Sie wollen Sperrgrundstück und www.griebnitzsee.eu


PRESSEMITTEILUNG 25. August 2006

Claudia Brade vervollständigt bündnisgrüne Doppelspitze
Am Donnerstag wählten die Potsdamer Bündnisgrünen Claudia Brade zur Kreisvorsitzenden und vervollständigten damit ihre Doppelspitze.

Claudia Brade ist Dozentin in der Erwachsenenbildung und Studentin der Soziologie an der TU Berlin. Brade stammt aus Schwedt und lebt seit 5 Jahren in Potsdam. Sie war von 2003 bis 2005 frauenpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Brandenburger Bündnisgrünen.

Ihre politischen Schwerpunkte sind Migration, Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung.

Claudia Brade führt somit gemeinsam mit Jürgen Stelter den 130 Mitglieder starken Kreisverband der Potsdamer Bündnisgrünen. Die Amtszeit des Vorstandes endet im Februar 2008.


PRESSEMITTEILUNG 23. August 2006

Grüne fordern "lebensnahe" Wissenschaftsstadt
Stelter: "Erfahrungen aus gescheiterter Bewerbung nutzen!"

Die Potsdamer Bündnisgrünen haben eine Bewerbung Potsdams als 'Stadt der Wissenschaft 2008' begrüßt. Ein solches Prädikat würde eine besondere Stärke der Stadt deutlicher als bisher zur Geltung bringen. In diesem Zusammenhang wies der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Stelter, aber auch auf noch brachliegende Potentiale Potsdams hin. Stelter: "Die große Vielfalt der wissenschaftlichen Einrichtungen ist der Mehrheit der Potsdamer kaum bekannt. Hier liegt eine große Herausforderung einer neuerlichen Bewerbung. Eine stärkeres Bewusstsein für eine Wissenschaftsstadt Potsdam in der Bevölkerung wäre ein zusätzliches Plus für die Ansiedlung neuer Einrichtungen."

Nach Ansicht der Bündnisgrünen hat die gescheiterte Bewerbung für den diesjährigen Titel jegliche Lebensnähe vermissen lassen. Diese Erfahrungen sollten erkannt und genutzt werden. So fänden sich mit dem Exploratorium, Kooperationen der Stadt mit den Potsdamer Hochschulen und verschiedenen Studierendenprojekten reichhaltige Ansatzpunkte für eine interessante Bewerbung. Stelter wies darauf hin, dass der Titel "Stadt der Wissenschaft" Potsdam nicht einfach in den Schoß fallen wird oder gar wie selbstverständlich erwartet werden kann. Stelter: "Ein solcher Titel wäre nicht nur Auszeichnung, sondern auch ein Anspruch an die Stadt."


PRESSEMITTEILUNG 22. August 2006

Offene Grünen-Mitgliederversammlung zur Ausbildungsplatzsituation
Vorstandswahl: Doppelspitze soll vervollständigt werden

"Ferien vorbei - Ausbildung oder stempeln gehen?" Unter dieses Motto stellen die Potsdamer Bündnisgrünen ihre erste Mitgliederversammlung nach der Sommerpause. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 24. August ab 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Schulstraße 9, statt. Es soll die Ausbildungsplatzsituation in Potsdam erörtert werden. Dabei ist auch die Rolle der PAGA von großem Interesse, da Jugendliche ohne Ausbildungsplatz eine angemessene Förderung erhalten sollen.
Zu diesem Thema werden der Geschäftsführer der PAGA, Frank Thomann, und Nico Faupel, Organisationssekretär beim DGB, über Erfahrungen und Ausblicke referieren und sich einer öffentlichen Diskussion stellen.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung steht eine Nachwahl zum Kreisvorstand an. Mit einer Kreisvorsitzenden soll die Doppelspitze vervollständigt werden. Kandidatin für dieses Amt ist die ehemalige Beisitzerin im Landesvorstand Claudia Brade.


PRESSEMITTEILUNG 16. Juni 2006

Stelter: "Tram-Netz-Diskussion ist richtig"
Umbau könnte Einsparungen bringen und zukunftsfähige Verkehrslösungen ermöglichen

Zu den Überlegungen, das Potsdamer Tram-Netz baulich zu verändern, um neue Tram-Modelle in Potsdam einsetzen zu können, erklärt Jürgen Stelter, Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Potsdam:

"Die Diskussion über den Umbau des Schienennetzes in Potsdam ist richtig und wichtig. Sollten die Berechnungen den Schluss zulassen, dass die Stadt Potsdam kurz- oder mittelfristig dadurch sparen könnte, würde sich der Umbau auf jeden Fall lohnen. Für die Zukunft ergeben sich nur Vorteile daraus: eine größere Auswahl an Anbietern und Tram-Modellen, mehr Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Städten beim Kauf und die Möglichkeit des Einsatzes von Zwei-Systemen-Bahnen.

Ein Verkehrkollaps durch einen großen Umbau-Prozess ist nicht zu befürchten, da weite Teile des Potsdamer Schienennetzes bereits für die breiteren Tram-Modelle geeignet sind. Bei bisherigen Bauarbeiten wurden die breiteren Maße bereits berücksichtigt. Zudem stehen einige überarbeitungsbedürftige Streckenabschnitte ohnehin vor einem Umbau, so z.B. auf der Langen Brücke und an der Kreuzung Berliner Straße / Humboldtbrücke. Alles in allem scheint der Umbau gerechtfertigt und sinnvoll."


PRESSEMITTEILUNG 8. Juni 2006

Bündnisgrüne: Bürgerhaushalt soll bürgernäher werden
Hohe Erwartungen an Bürgerhaushalts-Workshop

Trotz der wahrscheinlichen Aussetzung der diesjährigen Runde im Bürgerhaushalt sollen die für den Bürgerhaushalt im laufenden Jahr eingestellten Mittel zur Vorbereitung der nächsten Bürgerbeteiligungsverfahren eingesetzt werden. Das fordern die Bündnisgrünen vor dem am Samstag stattfindenden Workshop, in dem die Stadtverordneten über das weitere Vorgehen beraten.

Für den diesjährigen Bürgerhaushalt stehen der Stadt 50.000 Euro zur Verfügung. Aufgrund der Umstellung auf die doppische Haushaltsführung soll in diesem Jahr aber wahrscheinlich nur eine ausführliche Information erfolgen. Der Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Stelter, hält eine Ausgabe dieser Mittel dennoch für sinnvoll: "Das Geld sollte dafür eingesetzt werden, den nächsten Anlauf zum Bürgerhaushalt so vorzubereiten, dass sich mehr Potsdamerinnen und Potsdamer beteiligen können. Bürgernähe ist nicht zum Nulltarif zu haben. Ein Erfolg der Bürgerbeteiligung kann zum Beispiel durch die Erstellung eines Internetportals und die Einrichtung von Internetarbeitsplätzen in den Bürgerhäusern unterstützt werden."

Die Aussetzung des Bürgerhauhalts in diesem Jahr bewerteten die Bündnisgrünen als Gefahr für den begonnenen Prozess, sehen aber auch die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Der Fraktionsvorsitzende Peter Schüler sagte dazu: "Wenn die Stadt in diesem Jahr eine Pause macht, muss sie den Bürgern auch zeigen, dass sie diese nutzt. Zum Beispiel besteht dadurch die Chance, eine frühzeitige Beteiligung für den Bürgerhaushalt 2008 in Gang zu bringen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bürgervorschläge noch vor der Haushaltsaufstellung eingereicht werden können. Dadurch werden die Bürger nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Außerdem entfällt somit die abschreckende Wirkung eines schwer verständlichen Haushaltsentwurfs, wenn dieser noch gar nicht vorliegen soll."

Nach Ansicht der Bündnisgrünen sollte der Workshop am Samstag auch die Einsetzung einer Konzeptgruppe fordern, die das weitere Verfahren vorantreiben soll. Jürgen Stelter: "In dieser Konzeptgruppe sollten alle Beteiligten des Verfahrens beteiligt sein - Bürger, Politik und Verwaltung. Zusätzlich sollte das wissenschaftliche Know-How der Universität einbezogen werden. So kann auch weitgehend sichergestellt werden, dass die Auswirkungen der doppischen Buchhaltung auf den Bürgerhaushalt angemessen berücksichtigt werden."


PRESSEMITTEILUNG 3. Mai 2006

Potsdamer Bündnisgrüne begrüßen Solar-Initiative
Aufruf an CDU-Fraktionsmitglieder, Brief zu unterzeichnen

Zur Ankündigung von Hermann Scheer, den weltgrößten Kongress zum Thema solares Bauen im Jahr 2007 nach Potsdam zu holen, und das Ziel, die Landeshauptstadt Potsdam auf erneuerbare Energien umzustellen, erklärt der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Stelter:

"Wir sind von der Idee Hermann Scheers, dass Thema Erneuerbare Energien in Potsdam voranzutreiben, begeistert. Wir unterstützen die Initiative, die Landeshauptstadt Potsdam als Vorreiterin für eine Energiewende zu gewinnen. Mit der Teilnahme an der Kampagne 'SolarLokal' wurde im letzten Jahr bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.
Thema Klimawandel präsent. Der Diagnose des Klimaproblems und der Mahnung, verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Umwelt umzugehen, jetzt auch eine praktische Umsetzung in der angeregten Art und Weise folgen zu lassen, ist besonders reizvoll. Das Projekt in der Speicherstadt bietet hierfür einen hervorragenden Ausgangspunkt.

Wir fordern alle Einflussträger der Stadt, insbesondere den Oberbürgermeister und die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, auf, diese Initiative umgehend zu unterstützen und somit dem Veranstalter des Solar-Kongresses zu signalisieren, dass er in Potsdam herzlich willkommen ist."

PRESSEMITTEILUNG 28. April 2006

Stelter: CDU-Verhalten ist beschämend
Aufruf an CDU-Fraktionsmitglieder, Brief zu unterzeichnen

Zur Haltung der CDU im Zusammenhang mit dem Angriff auf Ermyas M. erklärt der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Stelter:

"Die Weigerung der CDU, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens der Familie des Überfallopfers Unterstützung zu signalisieren, ist beschämend.

Offensichtlich streitet die Potsdamer CDU den rassistischen Hintergrund der Tat vorrangig aus falsch verstandener Loyalität gegenüber Schönbohm ab. Um ihm nicht zu widersprechen, folgt man seinen von Ahnungslosigkeit geprägten Ausführungen.

Wenn der CDU die vorliegenden Indizien nicht ausreichen, einen rassistischen Hintergrund zu erkennen, offenbart das ihre Ignoranz gegenüber den Problemen in der Gesellschaft. Beteuerungen der CDU über entschiedenes Auftreten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden spätestens in diesen Tagen durch deren aktuelles Verhalten unglaubwürdig.

Ich fordere die Mitglieder der Potsdamer CDU-Fraktion auf, sich über einen möglichen Fraktionszwang, der nur auf Ignoranz und blinder Gefolgschaft basiert, hinwegzusetzen, und den Brief an die Familie des Opfers zu unterzeichnen. Parteiübergreifend Farbe zu bekennen und Solidarität zu zeigen, sollte wichtiger sein als eine Unterstützung des eigenen Parteivorsitzenden."

PRESSEMITTEILUNG 13. April 2006

Grüne stellen Antrag zur Sicherung der Deponie Wannsee

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag zur Sicherung der Deponie Wannsee gestellt, nachdem der Kreisvorsitzende der Bündnisgrünen, Jürgen Stelter, die Sicherung der Deponie am 30. März in einer Presseerklärung gefordert hat.

"Mit diesem Antrag wollen wir Bündnisgrüne erreichen, dass sich der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung der Stadt Potsdam gegenüber dem Land Berlin mit Nachdruck für eine Sicherung der Deponie Wannsee einzusetzen", erklärte der Fraktionsvorsitzende Peter Schüler. "Dies ist aus unserer Sicht erforderlich, da der Berliner Senat und die Berliner Stadtreinigung (BSR) eine vollständige Sicherung der Deponie Wannsee bisher ablehnen. Deswegen muss auch die Stadt Potsdam Druck auf den Berliner Senat ausüben, um dort ein Umdenken erreichen zu können."

In ihrem Antrag fordern die Bündnisgrünen zur Sicherung der Deponie die vollständige Abdichtung der Deponieoberfläche, das Abpumpen des Deponiesickerwassers und die Errichtung einer Sickerwasserreinigungsanlage. Darüber soll geprüft werden, ob die Ausbreitung der belasteten Grundwässer durch eine Schlitzwand als seitliche Abdichtung verhindert werden kann.

Zur Begründung dieser Maßnahmen verweisen die Bündnisgrünen auf Expertenaussagen. "Die Aussagen der Sachverständigen bei einem Expertengespräch zur Deponie am 30. März machten eindringlich deutlich, dass das Problem "Wannsee-Deponie" noch lange nicht gelöst ist", berichtet Jens Dörschel, der als sachkundiger Einwohner der Bündnisgrünen im Umweltausschuss der Stadt Potsdam an dem Gespräch der Berliner Abgeordnetenhausfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN teilnahm. "Zwar wurde im Jahr 2001 auf etwa zwei Fünftel der Deponieoberfläche eine so genannte Wasserhaushaltsschicht aufgebracht. Diese Teilabdichtung der Deponieoberfläche kann aber das Eindringen von Niederschlagswasser und damit die Ausbreitung der Deponiegifte durch das Grundwasser nicht vollständig verhindern. Da auf der Deponie Wannsee unweit des Griebnitzsees nicht nur 15. Mio. m3 Hausmüll abgelagert wurden, sondern auch 13 Mio. m3 Industrieabfälle und 400.000 m3 Sonderabfälle, die zu einem großen Teil aus der Chemieindustrie stammen, ist mit einer erheblichen Schadstofffracht zu rechnen. Früher oder später werden die Deponiegifte den Griebnitzsee und die Havel erreichen und dann durch Potsdam fließen. So werden sie auch für Potsdam zu einer Gesundheitsgefährdung. Deswegen muss der Berliner Senat die Ausbreitung der Berliner Gifte verhindern. Dazu muss die Berliner Stadtreinigung ihre von 1956 bis 1982 betriebene Deponie sichern."

PRESSEMITTEILUNG 12. April 2006

Bündnisgrüne kritisieren Einladung von Heinrich Fink zu Gedenkveranstaltung
Unverständnis gegenüber PDS-Unterstützung

Die Potsdamer Bündnisgrünen kritisieren die Einladung an Prof. Heinrich Fink zur Veranstaltung im Gedenken an die Bombardierung Potsdams vor 61 Jahren.

Jürgen Stelter, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Potsdam, äußerte Unverständnis darüber, dass ausgerechnet Fink unter dem Motto 'Denk ich an Deutschland in der Nacht ...' an die verheerende Bombardierung in einer Rede erinnern soll. Gerichte bis zum Bundesgerichtshof sowie der Immunitätsausschuss des Bundestages haben eine wissentliche Tätigkeit Heinrich Finks für die DDR-Staatssicherheit festgestellt. Er war dabei vorrangig bei der Bespitzelung von Kirchengruppen aktiv. "Jemanden, der maßgeblich an einem düsteren Kapitel der deutschen Geschichte beteiligt war, zu einem öffentlichen Gedenken an die Bombardierung Potsdams einzuladen, öffnet einer Relativierung des DDR-Unrechts Tür und Tor. Gerade vor dem Hintergrund des Vorfalls in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, bei dem Stasi-Offiziere begangenes Unrecht leugneten und ihre Opfer verhöhnten, liegt der Verdacht nahe, dass hinter der Hofierung ehemaliger inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit Methode steckt."

Jürgen Stelter kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung der Veranstaltung durch die Linkspartei.PDS. "Vordergründig wird gebetsmühlenartig eine kritische Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit behauptet, tatsächlich wird aber regelmäßig durch solche Veranstaltungen und das unentschlossene Auftreten des Berliner Kultursenators Flierl das begangene Unrecht verharmlost und relativiert. Die Erinnerung an die Zerstörung Potsdams ist wichtig und darf nicht für andere Zwecke instrumentalisiert werden."

PRESSEMITTEILUNG 30. März 2006

Wannseedeponie umgehend abdichten und Sickerwasser abpumpen!
Potsdamer Bündnisgrüne: Oberbürgermeister muss Druck auf Berlin ausüben!

Die Aussagen der Experten auf einer Expertendiskussion der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Berliner Abgeordnetenhaus zur Deponie Wannsee waren eindeutig: Das Problem Wannsee-Deponie ist mitnichten gelöst. Die Teilabdichtung der Deponieoberfläche kann das Eindringen von Niederschlagswasser und die Ausbreitung der Deponiegifte durch das Grundwasser nicht voll-ständig verhindern. Diese Aussagen stehen im deutlichen Gegensatz zur Haltung der Berliner Stadtreinigung (BSR) und des Berliner Senates. Sie nahmen an dieser Expertendiskussion nicht teil, da sie das Problem Wansee-Deponie durch die erfolgte Teilabdichtung als erledigt ansehen.

"Das Expertengespräch zeigt aber eindeutig: Die bisher erfolgte Teilabdichtung reicht nicht aus. Notwendig sind eine vollständige Abdichtung der Deponieoberfläche, das Abpumpen des Deponiesickerwassers und die Errichtung einer Sicherwasserreinigungsanlage" folgerte Jens Dörschel, der als sach-kundiger Einwohner der Bündnisgrünen im Umweltausschuss der Stadt Potsdam an dem Gespräch teilnahm.

Der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Stelter, fordert nun ein Umdenken der Stadt Berlin: "Die unzureichenden Maßnahmen des Berliner Senats gefährden auch die Sicherheit der Potsdamerinnen und Potsdamer. Früher oder später werden die Deponiegifte den Griebnitzsee und die Havel erreichen. Wir Grüne fordern den Oberbürgermeister auf, bei der Berliner Landesregierung auf eine schnelle Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu drängen. Dazu gehört die umgehende Abdichtung der Deponie."

In der Vergangenheit wurde festgestellt, dass auf der bis zum Jahr 1980 betriebenen Deponie gelagerte Sonderabfälle das Grundwasser belasten und somit auch eine Gefährdung des Griebnitzsees besteht. Bisher erschöpften sich Die Maßnahmen in der Auftragung einer Erdschicht, die Niederschläge wie ein Schwamm aufnehmen und ein Durchsickern zur Müllschicht und in das Grundwasser verhindern sollen.

PRESSEMITTEILUNG 29. März 2006

Potsdamer Bündnisgrüne begrüßen Genehmigung des Hochschulsommerfestes
Stelter: Das Sommerfest zum Erfolg führen und im Kulturkalender etablieren!

Der Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Stelter, begrüßt die Entscheidung, das Hochschulsommerfest auf dem Bassinplatz durchzuführen.

"Das Hochschulsommerfest wird ein Baustein für mehr studentisches Flair in Potsdam sein. Jetzt gilt es, dieses Fest zum dauerhaften Bestandteil des Potsdamer Kulturlebens zu machen. Dafür sollten alle Beteiligten weiterhin so konstruktiv miteinander umgehen, wie dies im Vorfeld der Genehmigung erfolgt ist. Dazu gehört selbstverständlich die genaue Einhaltung der Absprachen, insbesondere beim Thema Lärmschutz.

Beim Sommerfest wurde beispielhaft gezeigt, wie Meinungsverschiedenheiten im Interesse der Studierenden und der Stadt gemeinsam ausgeräumt werden konnten. Von diesem Verständnis sollten auch zukünftige Gespräche über das studentische Kulturzentrum geprägt sein."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Brandenburg
PRESSEDIENST PM 31 vom 20. März 2006


Potsdamer Prozess wirft Schlaglicht auf Organisationsgrad und Gewaltbereitschaft von Rechtsextremen im Land:

Vor dem Hintergrund des heutigen Urteils gegen fünf rechtsextreme Gewalttäter in Potsdam hat die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KATRIN VOHLAND davor gewarnt, die Gefahr des organisierten Rechtsextremismus im Land zu unterschätzen. "Die von Rechtsextremen ausgehende Bedrohung darf nicht klein geredet und das Problem nicht bagatellisiert werden." KATRIN VOHLAND rief die Landesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass Haushaltsmittel des Bundes zur Unterstützung des Engagements gegen den Rechtsextremismus nicht wie geplant gekürzt werden. Sie appellierte zudem an die Brandenburgerinnen und Brandenburger bei öffentlichen Übergriffen Rechtsextremer Zivilcourage zu zeigen. "Gefragt ist eine `Kultur des Hinsehens und Einmischens'."

"Der Potsdamer Prozess wirft ein Schlaglicht auf eine stark organisierte und hochgradig gewaltbereite Szene. Bevor die heute Verurteilten aus einer Potsdamer Tram heraus zwei junge Männer überfielen und lebensgefährlich verletzten, waren sie auf dem Weg zu einer Art Kameradschaftstreffen Berliner und Brandenburger Neonazis. Sie sind Teil eines Geflechts rechtsextremer Kameradschaften, beziehungsweise der NPD und z.T. wegen einschlägiger Delikte wie Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole vorbestraft."

Weder der Verfolgungsdruck durch die Polizei, die Aufklärung in Schulen und durch Einrichtungen wie den neuen Verein `Demokratie und Integration Brandenburg', noch das zivilgesellschaftliche Engagement des Einzelnen gegen den Rechtsextremismus dürfen nachlassen. "Der heutige Urteilsspruch in Potsdam verdeutlicht einmal mehr, dass die von der Bundesregierung ab 2007 geplante Kürzung von Mitteln zur Unterstützung des Engagements gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unverantwortlich wäre. Sie bedroht die Existenz in jahrelanger engagierter und idealistischer Arbeit aufgebauter Projekte in den neuen Bundesländern."

Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg
Tobias Arbinger
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 18
14467 Potsdam
Tel.: 0331-979 31 12 Fax: 979 31 19
www.brandenburg.gruene.de

PRESSEMITTEILUNG 20. März 2006

Das Hochschulsommerfest gehört in die Innenstadt!
Studentische Kultur muss in Potsdam stärker verankert werden

Zu den Aussagen der Stadtverwaltung über die wahrscheinliche Versagung der Genehmigung für das Hochschulsommerfest sagt JÜRGEN STELTER, Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

"Das Hochschulsommerfest gehört in die Potsdamer Innenstadt! Durch die Realisierung des 'Studentischen Kulturzentrums in den Elfleinhöfen' und kontinuierliche Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Studierendenvertretern ist eine Basis geschaffen worden, von der aus Potsdam für Studierende noch attraktiver werden kann. Ein vielfältiges kulturelles Angebot lockt mehr Studierende nach Potsdam, was wiederum der Stadt zu Gute kommt.

Im Vordergrund der Gespräche um ein Hochschulsommerfest sollte die Frage stehen, wie dieses in der Innenstadt realisiert werden kann und nicht, welche Gründe dagegen sprechen. Ist die Durchführung auf dem Bassinplatz nicht möglich, muss in Gesprächen mit allen Beteiligten eine Alternative gefunden werden. Da die Klinikleitung offensichtlich die Bedenken der Stadtverwaltung nicht teilt, scheint eine Durchführung des Festes auf der Aktionsfläche am Bassinplatz doch noch realistisch."


PRESSEMITTEILUNG 26. Februar 2006

Bürgerbeteiligung ausbauen statt absägen!
Stadtverwaltung muss Konzept der Bürgerkommune in eigenes Handeln übernehmen

Anlässlich der Baumfällungen in der Spindelstraße sagt JÜRGEN STELTER,
Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

"Das Vorgehen im Zuge der neuerlichen Baumfällungen in Babelsberg ist inakzeptabel. Die Entwicklung zu einer Bürgerkommune wird durch Entscheidungen über die Köpfe der Bürger hinweg gefährdet. Die Stadtverwaltung und ihre Beauftragten müssen endlich ein Verständnis für mehr Bürgerbeteiligung entwickeln und entsprechend handeln!

Im 'Leitfaden für die Bürgerkommune Potsdam' werden Transparenz, Information, Beteiligung, Zufriedenheit und Identität als die fünf Ziele einer Bürgerkommune bezeichnet. Insbesondere die Zufriedenheit der Potsdamer wird durch solche Alleingänge der Stadtverwaltung beeinträchtigt.

Ein ausreichender Baumbestand im Wohnumfeld ist auch immer ein Plus an Lebensqualität. Schon deshalb müssen die Befindlichkeiten der Potsdamer bereits im Vorfeld von Entscheidungen berücksichtigt werden."


PRESSEMITTEILUNG 24. Februar 2006

JÜRGEN STELTER neuer Kreisvorsitzender der Potsdamer Bündnisgrünen
Arbeitsgruppe zum Bürgerhaushalt eingesetzt.

Auf seiner Mitgliederversammlung am Donnerstag hat der Potsdamer Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Jürgen Stelter zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Der 29-jährige Lehramtsstudent ist gebürtiger Potsdamer.
Als Schatzmeisterin des Kreisverbandes wurde die Juristin Alexandra Mebus (32) bestätigt. Die Politikwissenschaftsstudentin Janina Kroll (22) und der Diplom-Kulturarbeiter Uwe Fröhlich (41) komplettieren als Beisitzerin bzw. Beisitzer den neuen Kreisvorstand.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Kreisvorstand in der Schärfung des Profils der Potsdamer Bündnisgrünen. Jürgen Stelter: "Um Potsdam zu einer lebenswerteren Stadt weiterzuentwickeln, müssen wir immer wieder die Verwirklichung bündnisgrüner Positionen einfordern. Die Verkehrsgestaltung ist hierfür ein gutes Beispiel. Beispielsweise gilt es, den Vorrang des öffentlichen Personennahverkehrs stärker in das Bewusstsein der Stadtpolitik zu rücken; der Radverkehr muss durch mehr Abstellmöglichkeiten, einen Ausbau der Radwege und eine stärkere Berücksichtigung bei Baustellen gefördert werden. Wir wollen auch die Bürgerbeteiligungsrechte in der Kommunalpolitik ausweiten. Der Bürgerhaushalt ist dabei ein Baustein und muss konsequenter umgesetzt werden. Wir werden dafür eigene Vorschläge entwickeln."

Zur Erarbeitung von Vorschlägen, wie der Bürgerhaushalt weiterentwickelt werden kann, hat Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Peter Schüler, Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, und Jürgen Stelter eingesetzt. Peter Schüler: "Bis zur Sommerpause wollen wir konkrete Vorschläge präsentieren, wie der Bürgerhaushalt 2007 gestaltet werden kann. Danach geht die Arbeit weiter. Wir werden den Prozess ständig begleiten und konsequent mehr Beteiligungsrechte einfordern."

Die Arbeitsgruppe soll mindestens bis zur Kommunalwahl 2008 arbeiten. Für diese Wahl sieht Jürgen Stelter gute Chancen für die Potsdamer Bündnisgrünen: "Wir streben an, das Ergebnis der letzten Bundestagswahl zu wiederholen. Dann hätte Potsdam 5 bündnisgrüne Stadtverordnete." Derzeit zählt die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 3 Abgeordnete.


PRESSEMITTEILUNG 17. Februar 2006

Kreisvorstandswahl: Jürgen Stelter kandidiert für den Vorsitz
Katrin Vohland und Nils Naber treten nicht mehr an

Die Mitglieder des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam werden auf der Mitgliederversammlung am 23. Februar einen neuen Vorstand wählen.

Als einziger Kandidat für einen Sprecherposten kandidiert bisher JÜRGEN STELTER (29). Der gebürtige Potsdamer ist Lehramtsstudent an der Uni Potsdam. Dort hat er sich u.a. als Referent für das Studentische Kulturzentrum im Allgemeinen Studierendenausschuss ehrenamtlich engagiert. 2003 organisierte er für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam den Kommunalwahlkampf. Derzeit leitet er die Grüne Hochschulgruppe.

Für das Amt der Schatzmeisterin kandidiert als Amtsinhaberin die Juristin ALEXANDRA MEBUS (32) als einzig verbleibendes Mitglied des bisherigen Vorstands.

Als Beisitzer wird der Diplom-Kulturarbeiter (FH) und sachkundige Einwohner im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung Potsdam UWE FRÖHLICH (41) antreten.

Mit weiteren Kandidaturen ist zu rechnen.

Der Vorstand des Kreisverbandes besteht aus einem männlichen Sprecher und einer weiblichen Sprecherin, die als Vorsitzende fungieren, sowie einem Schatzmeisterposten und zwei BeisitzerInnen.

Die bisherige Sprecherin KATRIN VOHLAND war im Dezember zur Landesvorsitzenden gewählt worden. NILS NABER ist ebenfalls seit Dezember Mitglied des Landesvorstandes. Beide treten nicht mehr an. Darüber hinaus nicht mehr antreten werden die bisherigen BeisitzerInnen MARIE LUISE VON HALEM und DIRK ARNE HEYEN.


PRESSEMITTEILUNG 15. Februar 2006

Tag des Kyoto-Protokolls: Potsdamer Klimaschutzbericht fortschreiben!
Anlässlich des einjährigen Jahrestages zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokoll am 16. Februar sagt NILS NABER, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Ich fordere die Stadtverwaltung Potsdam auf, den Klimaschutzbericht für die Stadt Potsdam fortzuschreiben. Der letzte Bericht stammt aus dem Jahr 2003 und bildet nicht den aktuellen Stand ab.

Seitdem die zuständige Bearbeiterin des Berichtes in den Ruhestand gegangen ist, fühlt sich in der Stadtverwaltung niemand mehr zuständig für das Thema Klimaschutz. Das kann nicht sein! Auf dem Gebiet des Klimaschutzes muss es eine Grundlage für einheitliches Agieren innerhalb der Stadtverwaltung geben.

Der größte Produzent von klimaschädigenden Gasen innerhalb Potsdams ist der Motorisierte Individualverkehr (MIV). Potsdam braucht klare Schritte, die die Attraktivität von Öffentlichen Personennahverkehr, Radfahren und zu Fuß gehen erhöhen und zu einer Reduzierung des MIV beitragen.

Viel Handlungsbedarf besteht in Potsdam außerdem bei der Wärmedämmung und dem Einsatz von Erneuerbaren Energien beim Neubau oder der Sanierung von öffentlichen Gebäuden. Ich sehe hier einigen Verbesserungsbedarf bei diversen Bau- und Sanierungsprojekten.

Auch Potsdamer Bürgerinnen und Bürger sind ganz persönlich dazu aufgerufen ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten:

* Alternative Stromanbieter garantieren die Stromversorgung ohne die Nutzung von Atom- und Kohletechnologie. Zeit also zum Wechsel!
* Moderne, ökologische Wärmedämmung beim Eigenheim hilft dem Klima und dem Geldbeutel!
* Mit Erdgas und Biodiesel betriebene Fahrzeuge sind genauso leistungsfähig wie Diesel oder Benziner! Und schonen zudem Klima und Geldbeutel!

In 19 europäischen Ländern starten GRÜNE Parteien heute zeitgleich die Klima-Kampagne * Stop climate change * Play Your Part * .


PRESSEMITTEILUNG 10. Februar 2006

Kein Kahlschlag bei der Frauenkultur

Anlässlich der heute tagenden Expertenrunde zur Evaluation der freien Träger der Kultur in Potsdam erklärt Marie Luise von Halem, Mitglied des Kreisvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

"Wir verwehren uns gegen die abwertende Einstufung des Kulturbereiches des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. im Evaluationsbericht. Dieser bildet eine Entscheidungsgrundlage für die künftige Förderung aus kommunalen Mitteln. Der Kulturbereich des Autonomen Frauenzentrums e.V. leistet soziokulturell hochwertige Kulturarbeit für Frauen und Mädchen, auch mit Migrationshintergrund. Mit dieser Ausrichtung ist er für Potsdam und das Umland einzigartig und unverzichtbar. Es darf keinen Kahlschlag bei der Frauenkultur geben. Ich fordere die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Expertenrunde auf, diese frauenpolitischen Aspekte mit zu berücksichtigen."

Im "Ersten Bericht zur qualitativen Evaluation der Freien Kultur-Träger Potsdams", der am 12.1.2006 von der Stadt und der Fachhochschule vorgestellt wurde, wurde die Kulturarbeit des Autonomen Frauenzentrums als "angepasst" und "in sich gekehrt" bewertet. Eine Betriebskostenförderung wurde "kritisch" gesehen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam begrüßen die Evaluation der Kulturträger. Dazu gehört allerdings, dass die Anforderungen, die an die Kulturschaffenden gestellt werden und der Evaluation als Basis dienen, klar definiert werden. Das war hier bislang nicht erkennbar.


PRESSEMITTEILUNG 06. Februar 2006

Feinstaubdebatte: Potsdamer LKW-Führungskonzept geht auf das Problem nicht ein
Anlässlich der Ankündigung der Potsdamer Stadtverwaltung Maßnahmen gegen die hohe Feinstaub-belastung in einigen Potsdamer Straßen einzuleiten sagt PETER SCHÜLER, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Stadtverordnetenversammlung Potsdam:

„Das Thema Feinstaub und Stickoxide (NOx) muss so schnell wie möglich Eingang in die Mängelanalyse des LKW-Führungskonzeptes der Stadt Potsdam finden. Wenn die Stadtverwaltung entsprechende Maßnahmen zu Feinstaub- und Stickoxid-Reduzierung einleitet, müssen LKW berücksichtigt werden.

Die hohe Feinstaubbelastung taucht in dem Dezember 2005 vorgestellten LKW-Konzept nicht mit einem Wort auf. Das gleiche gilt für die Belastung mit gefährlichen Stickoxiden. Da das Problem in der Mängelanalyse nicht auftaucht, sind auch keine Maßnahmen zur Lösung des Problems im LKW-Konzept enthalten. Das muss schleunigst geändert werden!

Einen langfristig sicheren Schutz vor einem Großteil des Feinstaubs bilden Rußpartikelfilter in Dieselfahrzeugen. Hier müssen Hersteller und Fahrzeughalter handeln. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben in der letzten Bundesregierung für eine steuerliche Förderung der Filter gekämpft. Eine gesetzliche Lösung wurde aber insbesondere von Bundesländern wie Brandenburg, namentlich Finanzminister Rainer Speer, blockiert. Die jetzige Bundesregierung muss die Förderung von Dieselrußfiltern endlich einführen!

Weitere Feinstaubemissionen z.B. durch Brems- und Reifenabrieb lassen sich fast nur durch Maßnahmen der Verwaltungen vor Ort reduzieren. Ich erwarte hier umgehend Maßnahmenvorschläge von der Potsdamer Stadtverwaltung.“


PRESSEMITTEILUNG 30. Januar 2006

Haushaltsdiskussion: Die Isolation der PDS ist selbst gewählt
Zur Diskussion um die Abstimmung zum Potsdamer Stadthaushalt erklärt PETER SCHÜLER, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung:

„Die PDS sollte ihre Mitleid heischende Pose der ungerecht Ausgegrenzten lassen. Sie hat ihre Isolation selbst gewählt. Es ist oft das Auftreten ihres Fraktionsvorsitzenden, das konstruktive Gespräche mit der PDS so schwer macht.

Das von ihr so scharf kritisierte Abstimmungsergebnis über das Verfahren bei den Haushaltsänderungsanträgen hat ihr nicht gepasst – deshalb ist es nicht undemokratisch. Es liegt in der Natur der Sache, dass – wo die Mehrheit entscheidet, immer auch eine Minderheit unterliegt. Freilich fällt das der Minderheit schwer. Aber die Linke.PDS verliert anscheinend jedes Maß und übersieht, dass sie selbst in der letzten Stadtverordnetenversammlung mit mehreren Anträgen Erfolg hatte. Es stimmt also nicht, dass sie grundsätzlich mit all ihren Anträgen abgewiesen wird – wenn ihr das entgeht, liegt das allein an ihrer selektiven Wahrnehmung.

Es gibt keine festen Koalitionen in der Stadtverordnetenversammlung. Die so genannte Zukunftskoalition findet sich immer nur über einzelne Sachfragen wie den Haushalt zusammen, um Potsdams Entwicklung voranzutreiben. Wenn Herr Scharfenberg sich gesprächsbereit zeigen würde und mehrheitsfähige Anliegen in die Verhandlungen einbrächte, könnte die PDS auch dabei sein. Die Initiative müsste allerdings von ihr selbst ausgehen.

Im Übrigen würde Herrn Scharfenberg kein Zacken aus der Krone brechen, wenn er sich für die Rempelei bei Mike Schubert entschuldigt.“


PRESSEMITTEILUNG 27. Januar 2006

"Stolpersteine" sind ein wichtiges Projekt der Erinnerungskultur
Kritik von CDU-Stadtverordneten nicht hinnehmbar

Zur Kritik des CDU-Stadtverordneten Eberhard Kapuste am durch die Potsdamer Stadtverordneten beschlossenen Projekt "Stolpersteine" sagt NILS NABER, Sprecher des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

"Die Kritik, es würde mit den "Stolpersteinen" ein Übermaß an Gedenkorten an den Holocaust in Potsdam geschaffen, weise ich entschieden zurück.

Die Stolpersteine sind eine neue Qualität von Erinnerungs- und Gedenkarbeit an den Holocaust in Potsdam. Das Projekt macht die individuellen Schicksale der Verfolgten des Nazi-Regimes deutlich. Es wird klar, wie flächendeckend der nationalsozialistische Terror auch in Potsdam wütete.

Die Initiatoren wollen insbesondere Schülerinnen und Schüler mit einbeziehen, die mit fachlicher Begleitung einzelne Schicksale verschleppter Potsdamerinnen und Potsdamer durch die Nationalsozialisten dokumentieren werden. Das können wir nur begrüßen.
Was helfen Gedenksteine auf Friedhöfen, wenn sie dort keiner wahrnimmt. Gerade die jungen Menschen, aber auch die meisten anderen, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen müssen, kommen da leider nicht vorbei.

Die Stolpersteine machen die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dezent, aber dafür an den Orten, mit denen Einzelschicksale verbunden sind, deutlich. Das heißt, sie liegen vor der Haustür vieler Potsdamerinnen und Potsdamer. Wo da das "Übermaß" sein soll, ist mir völlig unverständlich.

Das Gedenken an die Toten und das "Betreten" der Stolpersteine, regt alle Besucherinnen und Besucher dazu an, sich zu erinnern. Es ist die Aufgabe und Verantwortung der jetzigen und der zukünftigen Generationen, die Erinnerungen an die Opfer von Terror und Krieg stets wach zu halten.

Es ist selbstverständlich, dass es heute in erster Linie Aufgabe sein muss, nach Vorn zu blicken. Das heißt, die jüdische Gemeinde in Potsdam beim Aufbau einer neuen Synagoge zu unterstützen, damit das jüdische Leben in Potsdam wieder einen Mittelpunkt bekommt. Das macht das Projekt "Stolpersteine" allerdings noch lange nicht überflüssig.


PRESSEMITTEILUNG 20. Januar 2006

Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam kritisiert unwürdiges Gezerre um Niemeyer-Spaßbad
Fast ausweglose Situation ist Ergebnis von Störfeuern von CDU und PDS

Auf der Mitgliederversammlung am 19. Januar wurde folgender Beschluss gefasst:

"Potsdam ist eine Stadt, zu deren herausragenden Merkmalen die großartig gelungene Verbindung von Architektur und gestalteter Landschaft gehört. Deshalb ist am Brauhausberg eine architektonisch gelungene bauliche Gestaltung, verbunden mit einer lebendigen Nutzung ein wunderbarer Schritt, diese Tradition der Stadt in der Gegenwart fortzusetzen. Der Bau des Freizeitbads am Brauhausberg nach dem Entwurf von Oscar Niemeyer kann die ohnehin notwendige Sanierung der Schwimmhalle mit der Errichtung eines architektonisch gelungenen Neubaus verbinden und ein so gestaltetes Bad an diesem Standort wird mit relativ großer Wahrscheinlichkeit weniger mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, als ein weniger schön gebautes Bad an einem weniger gut verkehrlich angeschlossenen Standort. Nach wie vor favorisieren wir den Standort am Brauhausberg mit dem überarbeiteten Entwurf von Niemeyer.

Durch das unwürdige Gezerre um den Entwurf des Architekten Niemeyer droht Potsdam eine touristische Chance zu verlieren. CDU und PDS haben in seltener Einmütigkeit mit regelmäßigen Angriffen gegen das Niemeyer-Bad gearbeitet. Wir bedauern, dass dadurch überregional ein negativer Eindruck von Potsdam entstanden ist.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam kritisieren die Förderpolitik des Landes, nach der in diesem Fall nur eine Investition in touristische Infrastruktur gefördert werden kann, nicht aber die Sanierung der bestehenden Schwimmhalle.



PRESSEMITTEILUNG 15. Januar 2006

Griebnitzsee: Jakobs muss Uferweg am Griebnitzsee zur Chefsache machen
Wolfhard Kirsch (SPD) sollte sich nicht mehr Volksvertreter nennen

Zu den aktuellen Entwicklungen und jüngsten Äußerungen verschiedener Akteure in der Presse zur Sicherung des Uferweges am Griebnitzsee sagt NILS NABER, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

„Der Uferweg am Griebnitzsee ist ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität der dort Lebenden und ein wichtiger Bestandteil des Berliner Mauerradweges. Dieser Fahrrad- und Fußweg erschließt neues touristisches Potential für Potsdam und macht Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Herr Jakobs muss den Weg zur Chefsache machen! Die Stiftung Schlösser und Gärten bewegt sich endlich, was eine mögliche Durchfahrung der Parks mit dem Fahrrad betrifft. Es darf nicht sein, dass der Mauerradweg jetzt an ein einigen Anliegern scheitert!

Ein Anliegervertreter Flüh hatte in der Presse vom Samstag erklärt, dass er Fahrradverkehr auf dem Uferweg nicht haben wolle. Dabei hat er den Stadtverordneten im April 2005 eigene Pläne für den Weg vorgelegt, auf denen Fahrradfahrer zu sehen waren. Es ist daher höchst verwunderlich, dass Anlieger beim Thema Radweg der Stadt nun, wenn sie beim Wort genommen werden wollen, Vertrauensbruch vorwerfen.

Er äußerte in der Presse weiter den Vorwurf, der SPD-Stadtverordnete Wolfhard Kirsch würde einen durchgängigen öffentlichen Weg blockieren. Kirschs ebenfalls der Presse zu entnehmenden Äußerungen scheinen das zu bestätigen.

Es dürfte Herrn Kirsch sehr schwer fallen, zu erklären, wie er das mit seinem Wählerauftrag - er kandidierte in Babelsberg - in Übereinstimmung bringen will. Als Volksvertreter sollte er sich nicht mehr bezeichnen.

An Recht und Gesetz fühlt er sich scheinbar auch nicht gebunden. Denn er hat bereits trotz Veränderungssperre und ohne Baugenehmigung auf seinem Grundstück am Griebnitzseeufer das Fundament für ein Bootshaus mauern lassen.

Bei der Kommunalwahl 2003 hat die SPD ihr Uferkonzept mit durchgängig offenen Ufern und Uferwegen zum Programm erklärt und Herr Kirsch ist damit auf Stimmenfang in Babelsberg gegangen. Die SPD muss ihren Wählerinnen und Wählern erklären, wie sein jetziges Verhalten ihres Fraktionsmitglieds mit ihrer Programmatik zusammenpasst!“


PRESSEMITTEILUNG 5. Januar 2006

Behutsames Radfahren in historischen Parks richtig
Vollendung des Mauerradweges wird möglich

Zu den Überlegungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten unter bestimmten Bedingungen auf ausgewählten Wegen die Fahrradnutzung in den historischen Parks zuzulassen sagt NILS NABER, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam:

„Ich freue mich, dass die Stiftung die langjährige bündnisgrüne Forderung einer Öffnung bestimmter Wege der historischen Parks für Fahrräder diskutieren will.

Die Vollendung des Berliner Mauerradweges entlang des ehemaligen Grenzstreifens um Berlin rückt so in greifbare Nähe. Der bündnisgrüne Europaabgeordnete Michael Cramer weist seit Jahren auf die fehlende Umsetzung des Teilstücks im Potsdamer Stadtgebiet hin.

Ich schlage vor, den Ökonomieweg im Park Sanssouci, den Uferweg im Park Babelsberg und den Weg entlang des ehemaligen Mauerstreifens im Neuen Garten für den Radverkehr zu öffnen. Diese Strecken sind Wege für Studierende und Universitätsangehörige vom Stadtzentrum zu den Uni-Standorten. Alle drei Strecken bieten für AnwohnerInnen sowie RadtourIstinnen einen hohen Erlebniswert.

Die BürgerInnen sowie die BesucherInnen der Parks dürfen aber nie vergessen, dass es sich bei den Parks um einmaliges Weltkulturerbe und um wertvolle Kunstwerke handelt, die einer behutsamen Nutzung bedürfen. Wir brauchen einen Bürgersinn für den Wert der Parks.“


PRESSEMITTEILUNG 5. Januar 2006

4. Neujahrsfrühstück von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 08. Januar 2006
Bundesvorsitzender REINHARD BÜTIKOFER wird in Groß-Glienicke erwartet


Der Kreisverband Potsdam und der Basisverband Groß-Glienicke von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN laden herzlich zum 4. Neujahrsfrühstück nach Groß Glienicke ein.

Sonntag, dem 08.01.2006 ab 10.00 Uhr,
in das Restaurant Waldfrieden am Sacrower See,
14476 Potsdam, Ortsteil Groß Glienicke, Seepromenade 99

2006 wird seit langem ein Jahr ohne Wahlkämpfe aber mit vielen Herausforderungen an bündnisgrüne Politik in Potsdam, Brandenburg und dem Bund sein. Das Neujahrsfrühstück soll einen lockeren Einstieg liefern. Wir freuen uns auf den Besuch des Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Reinhard Bütikofer.

An bündnisgrüner Politik interessierte Menschen in Potsdam, Groß-Glienicke und Umgebung laden wir herzlich dazu ein. Bei entspannten Gesprächen mit netten Leuten lässt es sich in der besonderen Atmosphäre am Ufer des Sacrower Sees gut ins neue Jahr starten!

Für 8,-€ pro Nase (Kinder: 5,-€) gibt es wieder ein reichhaltiges italienisches Frühstücksbuffet. Für handgemachte, jazzige Musik ist gesorgt.

Um Anmeldung an kv.potsdam(at)gruene.de wird gebeten!

 

Polit-Talk mit Marie Luise

07.09.2010
Club 18 (Pietschkerstraße 50)

Polittalk im Club 18

07.09.2010
mit Marie Luise von Halem
Atomkraft: Schluss jetzt! - Großdemo und Umzingelung am 18. September in Berlin
Freiheit statt Angst! Datenschutzdemo am 11. September in Berlin, Potsdamer Platz, 13:00 Uhr
SCHWARZ-GELBEN ATOMPUTSCH VERHINDERN! SCHREIB DEINEM ABGEORDNETEN!
Meine Kampagne: GENKARTOFFEL? KOMMT NICHT IN DIE TÜTE!

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Wie verbindet sich für uns Grüne eine ökologische Wirtschaftsweise und nachhaltiges Wachstum mit den Erfordernissen von sozialer Gerechtigkeit?

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